Dez 17 2009

Stadtverbot für die eigene Stadt

Kategorie: Fußball, PolizeiDasLampe @ 12:19

Eigentlich ist es gar nicht meine Art einfach irgendwelche Texte zu kopieren und in einen Blog eintrag einzufügen, aber diesmal muss es sein. Dieser Text stammt von heute (17.12.2009) und wurde auf der Homepage einer großen Kölner Ultrá Gruppierung (Wilde Horde 96) veröffentlicht.

Aufenthaltsverbote für den Kölner Westen
Das letzte Heimspiel des Jahres scheint ein ganz Normales zu sein. Der Gegner lautet 1. FC Nürnberg, ein Duell im Abstiegskampf. Das Stadion wird nahezu ausverkauft sein, auf dem Platz laufen 22 Spieler umher und die Südkurve versucht durch gute Stimmung Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Vor dem Stadion befinden sich während des Spiels Fans, die keine Karten mehr bekommen haben oder sich keine Karte leisten können, daneben Pfandsammler. Nur eine sonst ebenfalls anwesende Gruppe fehlt bei dieser Aufzählung: die Stadionverbotler.

Normalerweise verfolgen die meisten Stadionverbotler der Kölner Fanszene die Heimspiele des Clubs in der Nähe des Stadions im Fernsehen und warten nach dem Spiel hinter der Südkurve auf ihre Freunde. Doch wird dies beim Heimspiel gegen Nürnberg nicht möglich sein. Die Polizei Köln verbietet allen Stadionverbotlern und auch Fans, die noch nicht einmal ein Stadionverbot haben, das Gebiet rund um das Stadion zu betreten. Zwischen 14 Uhr und 22 Uhr sind rund 6,5 Quadratkilometer des Stadtgebietes – u.a. Braunsfeld, Lindenthal, Müngersdorf und Junkersdorf – Tabuzone. Die Begründung ist fadenscheinig: „Das Verhältnis zwischen den Problemfangruppen des 1. FC Köln und von 1. FC Nürnberg wird aus polizeilicher Sicht als feindschaftlich eingestuft.“
Mit dem Betretungsverbot für einen wesentlichen Teil der Stadt für FC-Fans bildet die Polizei eine weitere Repression, die Ihresgleichen sucht. Nachdem schon die Stadtverbote für Mönchengladbach am Tag des Derbys sehr fragwürdig waren, da sie auch einige Unbeteiligte und nie auffällig Gewordene betrafen, wird erneut versucht, eine bestimmte Gruppe von Fans vom Verein, vom Spiel und von ihren Freunden zu trennen.
Wir haben stets kommuniziert, dass es Stadionverbote gibt, die zu Recht ausgesprochen und durch Beweise gerechtfertigt waren. Allerdings gibt es seit Einführung von Stadionverboten immer wieder ungerechtfertigte Fälle, grobe Fehler in der Bearbeitung von vermeintlichen Fällen und fragwürdige Begründungen, die die Polizei, der DFB oder die Vereine anführen.

Die jetzt ausgesprochenen Betretungs- und Aufenthaltsverbote zeigen, wie weit die Polizei bereit ist zu gehen, wie fahrlässig und willkürlich der Staat mit Grundrechten eines Bürgers umgeht. Acht Stunden lang darf man als Bewohner Kölns ganze Stadtteile nicht betreten. Die Begründung geht über das laut Polizei feindschaftliche Verhältnis, das überhaupt nicht besteht, da es noch nie Kontakt zwischen den genannten Gruppen gab, hinaus. In ihren Ausführungen räumt die Polizei auch einige Fehler ihrer Arbeit ein, denn trotz „teils sehr massiven Polizeiaufgeboten konnten Ausschreitungen bei solch brisanten Fußballspielen nur unwesentlich begrenzt werden.“ Damit gibt die Polizei zu, dass ihre Maßnahmen sehr häufig uneffektiv sind und waren. Doch sind die bisher getroffenen Maßnahmen aus der Sicht eines Rechtsstaates kaum noch steigerungsfähig und selbst laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) an der finanziellen Obergrenze angelangt. Die GdP fordert, dass die DFL einen Teil der Kosten für Polizeieinsätze übernimmt, während die Polizei Köln gleichzeitig ungerechtfertigte Aufenthaltsverbote für rund 2% des Stadtgebietes, für ganze Stadtteile des Kölner Westens, ausspricht. Die Kontrolle der Einhaltung der Verbote dürfte hohe Kosten verursachen, dabei hätte es eine einfache Lösung geben können: sie hätten nicht ausgesprochen werden dürfen! Oder ist es inzwischen so, dass die Polizei absichtlich auf Eskalation und überzogene Verbote setzt, um ihre Kosten rechtfertigen zu können?

Dass die Polizei immer öfter mindestens eine Teilschuld an (der Entwicklung von) Ausschreitungen hat, gelingt zwar nur selten an die Öffentlichkeit, trifft aber immer häufiger zu. Bestraft werden im Nachhinein jedoch fast ausnahmslos die Fans, während sich die Polizei um jede interne Ermittlung zu winden versucht. Taktik und Auftreten der Polizei werden öffentlich äußerst selten diskutiert und kritisiert, während Fans inzwischen fast wöchentlich an den Pranger gestellt werden. Ohne Hintergrundinformationen und oft lediglich abhängig von einem Polizeibericht werden in den Medien vermeintliche Ausschreitungen geschildert. Dass die Polizei subjektive Berichte verfasst, in der ihre Taktik stets als richtig und ihr Eingreifen als notwendig angesehen wird, scheint nicht zu interessieren.

Nun Betretungsverbote für ein Spiel jenseits einer guten und fundierten Begründung auszusprechen, spricht erneut für die schlechte Arbeit der Polizei. Nicht zuletzt, weil sie auf der als rechtswidrig erklärten Datei Gewalttäter Sport beruhen. Leidtragende sind nicht nur Stadionverbotler, sondern auch Fans, die noch keine Berührung mit Stadionverboten oder Gerichtssälen hatten oder von Gerichten längst wieder freigesprochen wurden. Durch solche Maßnahmen nimmt es die Polizei in Kauf, weiteren Unmut gegen sich zu schüren. Sippenhaft bei polizeilichen Maßnahmen und der Aussprechung von Stadionverboten, ungerechtfertigte Aussprechung von Betretungsverboten für die eigene Stadt und keine Rücksicht auf Grundrechte von Fußballfans fördern die Entwicklung der Missstimmung gegen die Polizei, gegen die Staatsmacht. Auch die Sozialarbeiter und -pädagogen in den Fanprojekten werden durch diese Maßnahme an ihrer präventiven Arbeit gehindert, da ihr Klientel vor und nach dem Spiel nicht mehr in der Lage ist seinen gewöhnlichen Treffpunkt zu besuchen.

Die Fanszene des 1. FC Köln hat sich aufgrund der Entwicklung hin zu den Betretungs- und Aufenthaltsverboten dazu entschlossen, beim Spiel gegen Nürnberg auf optische Unterstützung zu verzichten. Weder wird es ein Intro beim Einlauf der Mannschaften, noch wird es während des Spiels Fahneneinsätze geben. In der Südkurve wird keine Gruppe ihr Dasein durch Zaunfahnen ausdrücken. Viel mehr werden ein großes „Sektion Stadionverbot“- und ein „Verbannte immer bei uns“-Banner vor der Südkurve Platz finden. Ferner werden wir durch Spruchbänder ebenso wie durch diesen Text geschehen auf die völlig übertriebene Maßnahme hinweisen. Wir werden mit den Ultras Nürnberg gemeinsam auf das Thema aufmerksam machen, denn auch diese Gruppe wurde in der laufenden Saison bereits zwei Mal (Hoffenheim und Wolfsburg) aufgrund eines angeblich feindschaftlichen Verhältnisses zu den Gruppen der Gegner durch ähnliche Maßnahmen gehandicapt und auch für das Spiel in Köln erhielten Nürnberger Fans Stadtverbote für die Domstadt und sogar für Leverkusen. Damit drücken wir unser laut Polizei „feindschaftliches Verhältnis“ auf interessante Weise aus. Außerdem werden wir dem eigentlichen Treffpunkt der Fanszene vor und nach Spielen, dem Radstadion, fernbleiben, wissend, dass sich einige unserer Freunde nicht einmal am Radstadion aufhalten dürfen.
Wir rufen alle interessierten Fans dazu auf, nach dem Spiel gemeinsam mit Gruppen der Kölner Fanszene zur Grenze des Aufenthaltsverbotes zu gehen, um dort die Betroffenen zu begrüßen!

Wir möchten zeigen, dass auch diese Maßnahme unsere Verbundenheit zu den Betroffenen nicht mindert, das Verbot völlig übertrieben und außerordentlich unbegründet ist. Wir fordern die Polizei auf, Maßnahmen, die die Freiheit der Menschen deutlich beschneiden, einzustellen!

Wilde Horde im Dezember 2009

Nun möchte ich natürlich auch meine Meinung zu dieser Aktion abgeben.
Es kann nicht sein, das einige Leute das Stadion nicht besuchen dürfen, nur weil es eine angebliche Feindschaft zwischen den 2 Gruppierungen gibt. Wenn man einmal einen Blick in die Historie der beiden Vereine wirft, dann fällt auf, das es nie zu Krawallen zwischen diesen 2 Vereinen gekommen ist, außerdem muss man sich auch fragen, was für einen Grund hätten diese Krawallen? Es ist auf gar keinen Fall ein Derby, was wohl der Hauptgrund sein sollte.
Leider ist es wieder eine sehr lächerliche Aktion von der Staatsmacht und meiner Meinung nach auch nur dafür da um den Hass gegen das Grünzeug in den Fans weiter zu steigern!

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Nov 19 2009

Meine Schachtel für den anderen?!

Kategorie: AllgemeinDasLampe @ 20:31

zigarrettenNeulich im Bus hätte ich mal wieder kotzen können. Vor mir auf dem 4er saßen 2 Personen sich gegenüber.

Nach einer weile fragte der eine den anderen: “Hey, hast du ne Kippe?”

Eigentlich hatte ich vom Aussehen her, erwartet, das diese Person diese Frage in einem ziemlich Assozialen Ton sagt, aber der Ton war ganz normal. Wohl auch nur deswegen erwiederte sein Gegenüber mit einem: “Ja, hier, komm ich habe heute mal nen Sozialen Tag.”

Ich dachte mir schon, ach nix spanndenes, dann kann ich ja in Ruhe Musik hören … aber nix war es mit der Ruhe!

Der Typ, der mir schon am Anfang komisch vorkam, sagte zu seinem Gegenüber: “Ja super, die eine Kippe ist für dich. Gib mir die Schachtel du scheiß Deutscher!”

Ich wollte grade schon aufstehen, allerdings war der “angegriffene” schneller und schuppste den Mitbürger mit Migrationshintergrund ein wenig und dieser knallte mit dem Kopf gegen eine Eisenstange im Bus, welchen er dann auch ziemlich schnell mit wohl starken Kopfschmerzen verließ.

Da kommt doch einfach nur die frage auf, in was für einer Welt Leben wir der hier?! Hätte der Junge das auch gemacht, wenn sein gegenüber einer seiner Landsleute gewesen wäre?

Ich denke nicht. Ich denke der Junge macht, das nur, weil er sich denkt, das die Deutschen in Deutschland eh nichts mehr zu sagen haben, weil diese immer aufpassen müssen, was die sagen, wegen der Vergangenheit, speziell die Zeit von 1933 bis 1945. Ich finde es schon echt krass das wie die Deutschen in ihrem eigenen Land unterdrückt werden. :(

Achja und bevor jetzt kommt, das der Schupser als Gewalttat aus Fremdenhass eingeordnet wird, der Junge sah ganz und gar nicht Rechts aus. Und ich finde die Reaktion war auch Angemessen.

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Okt 23 2009

Neues Design

Kategorie: AllgemeinDasLampe @ 00:58

Da in unserem alten Design keine Tags angezeigt wurden, haben wir kurzerhand das Design gewechselt. Wir hoffen es gefällt euch genau so gut wie uns. Bessere Designs bitte in den Kommentaren posten!

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Okt 23 2009

Gladbach vs. Fc Köln – Immer mehr Schikane

Kategorie: Fußball, PolizeiDasLampe @ 00:47

Es geht direkt mal mit einem Beitrag zum Thema Fußball los. Eigentlich sollten hier schon viel mehr Einträge stehen, allerdings kommen wir mit dem schreiben nicht hinterher.

Daher nun mein erster Beitrag.

Symbolbild: BengaloDas es im Fußball, besonderes bei Derbys, sehr rau zugeht ist wohl längst bekannt. Besonderes wenn das Spiel so von Hass geprägt ist wie ein Derby zwischen Gladbach und Köln.

Daher gibt es besonderes bei solchen Spielen eine sehr großes Polizei aufkommen, was ja auch verständlich ist, wenn man auf die letzten Jahre zurück blickt.

Allerdings ist es dieses Jahr richtig hart!

Die Leute mit Stadionverbot dürfen natürlich nicht ins Stadion, allerdings dürfen diese auch noch nicht einmal in die Stadt und auch andere Leute, vom FC Köln, die irgendwann einmal auffällig waren, haben einen netten Brief nach Hause bekommen, in welchem ihnen mitgeteilt wurde das diese Stadt Verbot haben.

Diese Aktion finde ich schon sehr überzogen, da es ja nicht heißt, das die Leute auch in Gladbach wieder Auffällig werden. Außerdem Leute die nicht ins Stadion dürfen sind schon genug Bestraft, dann sollte man ihnen wenigstens außerhalb des Stadions das Feeling erlauben.

Diese Jahr war dies allerdings immer noch nicht alles. In Köln am HBF und auf der gesamten Fahrt bis zum Stadion herrscht ein striktes Falschen- und Dosenverbot! Damit wollen die Behörden den Konsum von Alkohol auf der Fahrt verhindern, da dieser ihrer Meinung nach wohl der Ausschlaggebende Punkt für die Gewalt ist.

Wie weit sollen Fußballfans noch eingesperrt werden. Dürfen diese bald keine Kleidung mehr tragen, weil sich darüber Pyrotechnische Gegenstände verstecken lassen? Oder werden Schals verboten, weil man sich mit diesen Vermummen könnte. Vielleicht werden auch Sonnebrillen verboten, da die Polizei sonst das Reizgas nicht richtig einsetzten kann.

Aber mal im Ernst, als ob Alkohol der ausschlaggebende Punkt für die Gewalt wäre. Der Hass zwischen diesen 2 Vereinen kommt von ganz tief. Da bringt auch ein Alkoholverbot nichts. Außerdem werden sich wohl nicht sehr viele Leute an dieses Verbot halten.

Eine sehr Interessante frage wäre auch, gibt es in Gladbach ein Alkoholverbot? In komplett Gladbach. Da die Fans dort ja auch durch den Alkohol Aggressiv werden könnten.

Wenn dann muss auch gleiches Recht für alle gelten! Allerdings wird es zu einem Alkoholverbot in Gladbach wohl nicht kommen!

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Okt 09 2009

Wir sind wieder da!

Kategorie: AllgemeinDasLampe @ 19:38

Ein neues Projekt von Lano-Crew geht online!

Ein Projekt, wofür wir auf jeden Fall eine Verwendung haben.

Es geht um  den Alltag und zwar den ganzen Alltag, ganz unzensiert!

Wir möchten uns nicht mehr verstecken.. wir möchten allen Leuten zeigen, wie der Alltag leider Gottes aussieht. Wie es Leuten in Deutschland geht.

Wir hoffen auf viele Feedback durch Kommentare und wir hoffen, wir können euch ein wenig die Augen öffnen.

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